Ostermorgen 1898, Petrus und Johannes laufen zum Grab
Ostermorgen 1898, Petrus und Johannes laufen zum Grab

Ostern ist Aufbruch ins Leben. Endlich wieder sich selbst und andere spüren dürfen, ohne Distanz, Maske und Angst. Befreit zu neuem Leben! Das ist mein Wunsch, meine Bitte, meine Hoffnung für dich, für euch und auch für mich. Ein zuversichtliches Osterfest, gestärkt durch die Begegnung mit dem Auferstandenen!

P. Leo Thenner SDS

 

Der Atem

will Schritt halten

mit der Botschaft:

Er lebt!?

 

Hoffnung und Zweifel

ringen miteinander.

Hand aufs Herz,

es verschlägt einem die Sprache.

Die Augen laufen voraus,

wollen sehen,

was der Verstand noch verneint.

Das wirre Haar

und das Durcheinander im Kopf,

zwischen niemals und vielleicht doch,

wollen den Augenblick fassen.

Die Bilder von Golgotha

fallen wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Wie Schuppen vor den Augen

öffnet sich Neues:

Ich bin! Ich lebe!

 

Friede als Geschenk!

Staunen und Stammeln

mögen mir treue Begleiter sein

und mir täglich aufs Neue zurufen:

 

Geh, und verkünde!

 

P. Leo Thenner SDS, zu Eugene Burnand, (1850-1921), Ostermorgen 1898, Petrus und Johannes laufen zum Grab.