Salvatorianische Spiritualität

Glaube, der das Leben prägt

Spiritualität beginnt im Inneren und zeigt sich im Leben.

Spiritualität ist mehr als ein Gedanke oder ein Gefühl. Sie beschreibt eine persönliche, geistliche Lebenseinstellung. Christliche Spiritualität bedeutet, das eigene Leben aus dem Glauben an den auferstandenen Sohn Gottes zu gestalten.

Dieser Glaube bleibt nicht privat. Er wirkt hinein in Beziehungen, prägt das berufliche Handeln und zeigt sich im Engagement für Kirche und Gesellschaft.

 

Salvatorianische Spiritualität

Wer die Spiritualität einer Gemeinschaft verstehen möchte, muss ihr Leben vor Ort wahrnehmen – und zugleich auf ihre Wurzeln schauen.

Die salvatorianische Spiritualität erschließt sich im Miteinander der Gemeinschaft und im Blick auf ihren Gründer.

 

Eine internationale Gemeinschaft

Am 8. Dezember 1881 gründete der Freiburger Diözesanpriester Johann Baptist Jordan in Rom eine internationale Gemeinschaft: die Apostolische Lehrgesellschaft.

In einer Zeit großer gesellschaftlicher Spannungen ging es ihm um eine zeitgemäße Verkündigung des Evangeliums – mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Von Anfang an sollten Männer und Frauen, Kleriker, Ordensleute und Laien gemeinsam wirken – verbunden in einer einfachen, dreistufigen Struktur.

 

„Denke universal, handle lokal“

Diese Haltung prägt die salvatorianische Spiritualität bis heute. Jordan dachte über Grenzen hinweg. Für ihn gab es keine Trennung nach Nationen oder Kulturen – sondern eine weltweite Gemeinschaft von Menschen.

(P. Jordan, Worte und Ermahnungen, Kap. 30)

 

Der Blick für das Ganze

Im Kern lässt sich Jordans Spiritualität in einem Gedanken zusammenfassen: der Sinn für das Ganze.

Immer wieder spricht er von „allen“ und von „allem“. Diese Universalität – alles auf das Ganze hin auszurichten – prägt sein Denken und sein Werk.

Sein Anliegen war es, für die ganze Welt da zu sein: für alle Menschen, alle Nationen, alle Sprachen und alle Nöte – und dies mit allen Möglichkeiten und gemeinsam mit allen, die sich engagieren wollen.

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