Berufung entdecken

Wie werde ich Salvatorianer?

Die Entscheidung für ein Leben als Salvatorianer wächst in der Regel Schritt für Schritt. Wer sich mit dem Gedanken trägt, Ordensmann zu werden, braucht Zeit, um den eigenen Lebensweg zu klären und die Berufung zu prüfen.

Kennenlernen: Kandidatur und Postulat

Der erste Abschnitt umfasst die Kandidatur und das Postulat. Diese Phase dauert in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. In dieser Zeit lernt der Interessent das Leben und die Sendung der Salvatorianer näher kennen. Gleichzeitig hat er die Möglichkeit, seine eigene Berufung zu prüfen.

Auch die Gemeinschaft nimmt sich Zeit, den Kandidaten kennenzulernen. Gemeinsam wird überlegt, ob der Weg als Ordensbruder oder Ordenspriester innerhalb der Gesellschaft des Göttlichen Heilandes der richtige ist.

Vertiefung der Berufung: das Noviziat

Anschließend folgt das Noviziat, eine einjährige Einführungszeit in das Ordensleben. Da die Salvatorianer eine internationale Gemeinschaft sind, wird das Noviziat häufig gemeinsam mit anderen Provinzen durchgeführt.

Im Mittelpunkt dieser Zeit stehen das geistliche Leben und die Vertiefung der Beziehung zu Gott. Die Novizen beschäftigen sich mit der Spiritualität, Geschichte und Sendung der Salvatorianer und wachsen schrittweise in den Lebensstil eines Ordensmannes hinein. Zugleich prüfen sowohl der Novize als auch die Gemeinschaft, ob sich seine persönliche Berufung innerhalb der Gemeinschaft entfalten kann.

Am Ende des Noviziats legt der Novize in der ersten Profess erstmals die Ordensgelübde ab: Armut, Keuschheit und Gehorsam.

Ausbildung und Vertiefung: Juniorat oder Scholastikat

Nach der ersten Profess beginnt die nächste Phase der Ausbildung. Brüder befinden sich im Juniorat, Priesteramtskandidaten im Scholastikat. In dieser Zeit absolvieren sie entweder ein theologisches Studium oder eine entsprechende berufliche Ausbildung für ihre zukünftige Aufgabe.

Während dieser Jahre erneuern die Mitbrüder jährlich ihre Gelübde. Mit der Ewigen Profess entscheiden sie sich schließlich, ihr Leben dauerhaft an Gott und die Gemeinschaft der Salvatorianer zu binden.

Voraussetzungen für eine Aufnahme

Wer den Weg zu den Salvatorianern gehen möchte, sollte folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • männlich, ledig und katholisch
  • Alter zwischen etwa 20 und 45 Jahren
  • Matura oder abgeschlossene Berufsausbildung
  • geklärte Situation bezüglich Zivil oder Präsenzdienst
  • bestehende Krankenversicherung
  • gelebter Glaube und Engagement in der katholischen Kirche
  • Fähigkeit zu einem selbstständigen Leben
  • Erfahrung im Mitleben in einer salvatorianischen Gemeinschaft

Wichtige Kriterien für eine Berufung

Entscheidend für eine Berufung zum Salvatorianer sind vor allem:

  • der Wunsch nach einem intensiven geistlichen Leben
  • die Bereitschaft, sein Leben Gott zu weihen als Ordenspriester oder Ordensbruder
  • Offenheit, sich im Dienst an den Menschen senden zu lassen
  • psychische und körperliche Gesundheit
  • die Fähigkeit, in Gemeinschaft zu leben und Verantwortung zu übernehmen

Wer diesen Weg geht, begibt sich auf eine geistliche Reise, auf der Gott und die Gemeinschaft Schritt für Schritt gemeinsam prüfen, wohin die Berufung führt.
 

P. Provinzial Márton Gál SDS

Verantwortlicher für Kandidatur und Postulat

+43 676 408 30 96

provinzialat@salvatorianer.at

P. Provinzial Márton Gál SDS

Verantwortlicher für Kandidatur und Postulat

+43 676 408 30 96

provinzialat@salvatorianer.at